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# Kap der guten Hoffnung
Dies ist eine Geschichte über Rache, Freundschaft, die See und einen Silberstreif am Horizont.
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[[ Kapitel 1 |Einleitung]]
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# Mitgehangen, Mitgefangen
Nennt mich Maintenance Malte. Vor ein paar Jahren zog es mich aus dem OPS-Keller auf die stürmische See. Ich heuerte auf dem Walfangschiff eines ominösen Kapitäns namens Martin an. Einst war ihm von einem weißen Wal ein Bein ausgerissen worden. Und er hegte einen tiefen Groll gegen dieses Monstrum, was sich User nannte.
Ich war ein tapferer, junger Mann, der die See liebte, wie kein Anderer und so wurde ich Teil von Kapitän Martins Crew auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnung.
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[[ Kapitel 2 | Der Sturm]][align center]

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# Der Sturm
Kurz nach Auslaufen der "Amazone" zog ein starker Wind auf. Hohe Wellen türmten sich auf, aber Malte und seine Gefährten schrubbten Wacker das Deck und setzten die Segel. Das Schiff erklomm einen finsteren Wellenberg nach dem Anderen und die Gischt peitschte Malte unbarmherzig ins Gesicht.
Kapitän Martin, der die ganze Zeit unter Deck geblieben war, verliess zum Staunen Aller seine Kabine und richtete das Wort an die Crew: "Liebe Weggefährten, bisher hatte ich Euch über unsere Mission im Unklaren gelassen und ich Danke Euch für Euer bis hierhin gezeigtes Vertrauen. Doch nun möchte ich Euch nicht länger auf die Folter spannen. Der Grund für unsere Reise ist die Jagd nach dem Weissen Wal, der mich einst verstümmelte". Daraufhin nagelte er eine goldene Leckmuschel an den Mast. "Derjenige, der den weissen Wal User als erster sichtet, soll mit diesem Kleinod belohnt werden!", rief er. "Lasst uns zusammen das Biest bezwingen, dieser Unhold hat lange genug auf den Weltmeeren sein Unwesen getrieben! Kampf dem weißen Giganten!".
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[[ Kapitel 3 | Gevatter Tod]][align center]

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# Gevatter Tod
Je Länger die Passage zum Kap der guten Hoffnung dauerte, desto mehr stieg die Spannung unter den Crew-Mitgliedern. Sie wechselten sich Tag und Nacht im Ausguck ab, um ja nicht das feindliche Monstrum zu verpassen. Jeder von Ihnen hatte Verwendung für die goldene Muschel. Einige hatten an Land eine Familie zu versorgen, Andere frequentierten Spielkasino und Freudenhaus und wieder Andere lechzten nach Ruhm und Anerkennung. Doch Malte liebte die See und die Abenteuer, die dort warteten. Sein Blutsbruder Mark aber, ein tätowierter Harpunier, der einst Kannibale war, war die See zu rau und das Klima zu feucht. Er erkrankte schwer und sah sein Ende nahen. Als Malte neben seinem Krankenbett wachte, nahm dieser schliesslich seine Hand und sagte: "Ich werde bald von Dir gehen, mein Freund, bitte lass' mir einen Sarg zimmern, das sei mein letzter Wunsch!". Malte tat wie ihm geheißen.
Am darauffolgenden Tag begab sich Malte zur Kabine seines kranken Freundes, um ihm eine Schüssel Haferschleim zu bringen. Zu seinem Erstaunen war die Tür nur angelehnt. Er stieß sie auf und fand Marks Koje verwaist. Erschreckt lief er zum Schiffsarzt und fand dort seinen Freund vor. Quicklebendig und voller Tatendrang. Es war ein wahres Wunder. Der Sarg hatte ausgedient, aber da er nunmal da war, erhielt er eine neue Aufgabe als Rettungsinsel. Niemand hätte kommen sehen, wie schnell sich dies bezahlt machen sollte..
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[[ Kapitel 4 | Der Angriff]][align center]

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# Der Angriff
Denn nur 2 Tage später gellte ein Schrei vom Ausguck her: "Users Finne an Backbord!!". Der Crew gefror das Blut in den Adern. Der Steuermann Christian hatte plötzlich weiche Knie. Kapitän Martin stürmte an Deck und rief: "Alle Mann auf Gefechtstation! Kannibale Mark an die Harpune!".
Die Crew schreckte aus ihrer Schockstarre und setzte sich hastig in Bewegung. Mark nahm den Platz an der Harpune ein und die Fährte des weißen Riesen auf. Da blitzte ein Zweites Mal die tötliche, weiße Finne auf! Mark nahm den gigantischen Wal sofort ins Visier und zielte mit erfahrener Hand auf dessen Seite. Treffer!! Blut schoß aus der Einstichsstelle, doch der Wal war noch nicht geschlagen. Voll blinder Wut rammte er die "Amazone", sodass sie in 2 Teile barst. Dann machte User eine Kehrtwende und tauchte ab. Die Harpunenleine zog er dabei hinter sich her. Kapitän Martin, der nicht von Bord geschleudert worden war, stand wie eine Salzsäule an Deck. Er bemerkte nicht, dass sich die Harpunenleine um sein linkes Bein gewickelt hatte..
Von einem Moment auf den Anderen wurde er in die Tiefe des Ozeans hinabgerissen. Doch die Matrosen, die um ihr Leben rangen, merkten Nichts von seinem jähen Abgang. Malte und Mark sahen aus sicherer Entfernung, an Treibholz geklammert zu, wie die 2 Teile der Amazone Kapitän Martin gurgelnd in die Tiefe folgten. Mark, der Kannibale seufzte tief: "Zum zweiten Mal ringe ich also mit dem Leben, doch diesmal geht es nicht gut aus, mein Freund.. Ich schätze wir werden hier draußen sterben".
Malte nickte traurig, doch dann bemerkte er gegen das Glühen der untergehenden Sonne einen Umriss, der ihm bekannt vor kam.. Er kniff die Augen zusammen und rief schließlich aus: "Sieh nur, Mark! Da schwimmt Dein Sarg, ganz in der Nähe!". Beide schwammen schnell auf den schwarzen Umriss zu. Tatsächlich war es Marks ausgedienter Sarg, der dort vor sich hin dümpelte.. Dem jähen Hoffnungsschimmer der Beiden, folgte jedoch zu gleich die Ernüchterung. Der Sarg würde sie Beide nicht tragen.
Malte sagte:
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**Option 1**: [[ "Du bist noch geschwächt von Deinem Leiden, mein lieber Freund, überlass mir den Sarg und ich hole Hilfe!" | Sarg]]
**Option 2**: [[ "Mein treuer Freund, Du bist dem Tod nicht ohne Grund von der Schippe gesprungen. Die See ist mein Leben und mir war immer klar, dass ich hier draußen mein Leben lassen werde, Nimm Du den Sarg!" |Kein Sarg]][align center]

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# Sarg
Malte krabbelte flink in den Sarg. "Ich bin bald zurück, mein Freund! Halt durch!!" rief er Mark zu. Kaum dass er außer Sichtweite gepaddelt war, öffnete er seine Jacke und griff in die geheime Innentasche..
Er zog die golden funkelnde Leckmuschel hervor und betrachtete sie begehrlich. Gut, dass die Crew bis auf Mark ertrunken war, so hatte er die Muschel nun für sich! Wie er sich so der Gier nach dem schnöden Mammon hingab, bemerkte er nicht, dass Gewitterwolken aufgezogen waren..
Plötzlich brach ein greller Blitz durch die Wolkendecke und entlud sich mit tosendem Donner an der goldenen Leckmuschel. Malte wurde von der Energieladung aus dem Sarg geschleudert. Es roch nach verbranntem Fleisch und er trieb nun bewusstlos in den schwarzen Wellen. Dies sollte das letzte Abenteuer des großen Maintenance Malte gewesen sein. Die Hoffnung starb mit ihm.
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**» Schicht im Schacht «**
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[[Nicht nur die Wurst hat zwei Enden..|Kein Sarg]][align center]

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# Kein Sarg
So krabbelte Mark, der Kannibale in den Sarg und entfernte sich nach einem tränenreichen Abschied von Malte, ein Stück Treibholz als Paddel benutzend. Malte sah ihm nach, bis er nur noch ein kleiner, schwarzer Punkt am Horizont war. Er wünschte seinem Blutsbruder das Beste, aber wie er so im Wasser trieb, sein Schicksal ungewiss, die Kräfte schwindend, überkam ihn eine gewisse Melancholie. Als er gerade die glücklichsten Momente seines erfüllten Lebens Revue passieren ließ, hörte er von fern ein munteres Pfeifen. Wie eine Fata Morgana erschien ein bunt bemaltes Fischerboot in seinem Blickfeld. An Bord ein kleiner, räudiger Pandabär..
Er trug eine kecke Fischermütze und paffte eine hölzerne Pfeife. Als er die Überreste der Amazone sah, fiel ihm die Pfeife aus dem Mundwinkel. Malte rief herüber:"Hier bin ich! Hilfe!!" und winkte wild mit den geschwächten Armen. Der Pandabär wandte sich um und schien überrascht. "Malte! Du hier?! Warte, ich hol Dich an Bord!", rief er aus.
"Was ist denn hier passiert?!". Malte brachte den kleinen Pandabären bei einem Grog und etwas Schiffszwieback auf Stand. Der Pandabär sagte: "Warte mal.. User? den kenn ich doch, das ist ein ganz Lieber.. Ein Alter Herr, aber man kann trotzdem noch etwas von ihm lernen. Er hat mir beigebracht, wie ich die Fischschwärme am Besten zusammentreibe. Ich hoffe er erholt sich von diesem Rachefeldzug, aber wenn er das Zeitliche segnet, werde ich sein Vermächtnis bewahren. Jetzt leg Dich hin, ich bleibe noch auf und nehm' die Fische aus. Morgen bring' ich Dich in den nächstgelegenen Hafen. Gute Nacht!".
Mit dem ersten Hahnenschrei liefen sie in Madagaskar in den Hafen ein.
Malte telegrafierte nach Hause, und erhielt kurz darauf Rückantwort. Seine Freundin erwartete ihr 2tes Kind. Er war ganz aus dem Häuschen.
Als der kleine Pandabär und er in der Fischerkneipe auf das Baby anstießen, kam Malte ins Grübeln: "Vielleicht ist es an der Zeit mein bewegtes Leben in ruhigere Gewässer zu lenken.. Meine Liebste braucht mich jetzt." Der Pandabär sagte: "Da bekommt "Kap der guten Hoffnung" eine ganz neue Bedeutung!" und lachte in sich hinein. Malte fiel ein und rief aus: "Recht hast Du, heute schlage ich ein neues Kapitel auf! Der Hafen der Ehe wartet! Prost!!"
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**» Ende Gelände «**